Standort und Rechtsraum

Digitale Souveränität

Wo eure Daten liegen, entscheidet darüber, welches Recht gilt und wer Zugriff verlangen kann. Deshalb steht hier jede Schicht einzeln — mit dem Ort, an dem sie wirklich läuft.

Kurzantwort

Ja, Vryne ist digital souverän. Betreiber ist ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland; es gilt deutsches Recht und deutscher Gerichtsstand. Anwendung, Datenbank, Vektorindex, Dokumentenablage, Backups, Protokolle und die Sprachmodelle laufen ausschließlich in Rechenzentren in Deutschland. Ein Transfer eurer Dokumente in ein Drittland findet nicht statt, und mit euren Inhalten wird kein Modell trainiert.

Es kommt kein US-Cloud-Anbieter zum Einsatz — weder AWS noch Microsoft Azure noch Google Cloud, auch nicht mit einer Region in Frankfurt. Gehostet wird in Falkenstein, gerechnet wird auf Modellen mit offenen Gewichten in deutschen Rechenzentren. Eine API von OpenAI, Anthropic oder Google Gemini ruft Vryne nicht auf, auch nicht über einen europäischen Wiederverkäufer.

Souverän ist, wer selbst entscheidet — und wer nicht darauf angewiesen ist, dass ein Anbieter jenseits des eigenen Rechtsraums stillhält. Bei einem System, das eure Verträge, Protokolle und Personalunterlagen liest, ist das keine Haltungsfrage, sondern eine praktische.

Anbieter in Deutschland

Entwickelt und betrieben von einem Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Deutsches Recht, deutscher Gerichtsstand, deutschsprachiger Auftragsverarbeitungsvertrag.

Kein Drittlandtransfer

Die Verarbeitung endet an der EU-Außengrenze. Standardvertragsklauseln und eine Prüfung ergänzender Maßnahmen braucht ihr für Vryne nicht.

Kein Training mit euren Inhalten

Der Modellanbieter bekommt nur die Textabschnitte, die für die jeweilige Frage gebraucht werden — und trainiert damit nicht.

Nichts im Browser von außerhalb

Keine externen Schriftarten, kein CDN mit Zwischenspeichern außerhalb der EU. Das einzige fremde Skript ist die cookielose Reichweitenmessung über einen EU-Endpunkt — abschaltbar.

Wo welche Schicht läuft

Schicht für Schicht, ohne Sammelbegriff.

  • Anwendung

    Deutschland

    Container-Hosting in Falkenstein, ohne Umweg über einen US-Anbieter.

  • Datenbank und Vektorindex

    Deutschland

    Eure Dokumente, ihre Textabschnitte und die daraus berechneten Vektoren.

  • Dokumentenablage

    Deutschland

    Die Originaldateien, getrennt nach Organisation und nur signiert abrufbar.

  • Backups

    Deutschland

    Keine Replikation in eine andere Region, auch nicht zur Ausfallsicherheit.

  • Protokolle und Metriken

    Deutschland

    Keine Weiterleitung an einen Analyse- oder Logging-Dienst außerhalb der EU.

  • Sprachmodelle

    Deutschland

    Ein europäisches Gateway, beschränkt auf Rechenzentren in Deutschland — Details unten.

Modelle — der Punkt, an dem viele Anbieter still werden

Hier steht, was wir zusichern können, und was nicht.

Die Sprachmodelle laufen über ein europäisches Gateway, das für uns auf Rechenzentren in Deutschland beschränkt ist. Zum Einsatz kommen ausschließlich frei verfügbare Modelle, deren Parameter veröffentlicht sind und die jedes Rechenzentrum selbst betreiben kann — keine geschlossenen Modelle US-amerikanischer Anbieter, auch nicht über einen europäischen Wiederverkäufer.

Konkret heißt das: Vryne ruft keine API von OpenAI, Anthropic, Google Gemini, Microsoft Azure OpenAI oder AWS Bedrock auf. Die eingesetzten Modelle stammen aus Familien wie Mistral, Llama, Qwen und Apertus — offene Gewichte, betrieben auf deutschen Servern.

Das hat einen Preis, und den nennen wir: Die Auswahl ist deutlich kleiner als bei Anbietern, die europaweit oder weltweit einkaufen. Ein Modell, das kein deutsches Rechenzentrum betreibt, steht bei uns schlicht nicht zur Verfügung — auch dann nicht, wenn es in Ranglisten weiter oben steht. Wir halten das für die richtige Reihenfolge: erst der Standort, dann der Benchmark.

Hersteller und Standort sind zweierlei. In der Modellauswahl stehen Namen wie Meta, Mistral oder die Swiss AI Initiative — das ist, wer die Gewichte trainiert und veröffentlicht hat, nicht, wo gerechnet wird. Genau das ermöglichen offene Modelle: Die Gewichte sind frei verfügbar, betrieben werden sie hier. Ein Modell von Meta läuft bei uns also auf einem deutschen Server, ohne dass Meta an der Frage beteiligt ist.

Nachvollziehbar ist es außerdem: Jede Antwort trägt mit, welcher Anbieter sie erzeugt hat und in welchem Land — inklusive des Energie- und Wasserverbrauchs. Welche Modelle in eurer Organisation überhaupt zur Auswahl stehen, legen die Administratorinnen und Administratoren fest.

Was wir zusichern

  • Anwendung, Datenbank, Dokumentenablage, Backups und Protokolle laufen in deutschen Rechenzentren.
  • Auch die Modellschicht läuft in Deutschland — kein Aufruf verlässt das Land.
  • Ausschließlich Modelle mit offenen Gewichten, keine geschlossenen Modelle US-amerikanischer Anbieter.
  • Jede Antwort trägt mit, welcher Anbieter sie erzeugt hat und in welchem Land.

Was wir nicht zusichern

Keiner dieser Punkte berührt eure Dokumente: Wissensbasis, Fragen und Antworten bleiben in jedem Fall in Deutschland.

  • Die Auswahl an Modellen ist kleiner als bei Anbietern, die weltweit einkaufen. Das ist der Preis dafür, dass jedes Modell in Deutschland steht.
  • Der Mailversand läuft übergangsweise über Resend in den USA. Das ist der einzige Baustein außerhalb der EU, betrifft nur Anmeldelinks, Einladungen und Kaufbestätigungen — nie eure Dokumente — und wir suchen einen europäischen Ersatz.
  • Die optionale Websuche reicht Suchbegriffe an öffentliche Suchmaschinen weiter und ruft fremde Seiten ab — das verlässt die EU. Eure Dokumente bleiben davon unberührt.
  • Der Betrieb in eigenen Rechenzentren ist nicht geplant. Vryne ist ein gehosteter Dienst. Sollten eigene Rechenzentren gewünscht sein, wird dies ausschließlich in Deutschland erfolgen.
  • Nicht, dass ein Modell nie irrt. Deshalb steht an jeder Antwort die Fundstelle, aus der sie stammt.

Häufige Fragen

Was Datenschutzbeauftragte als Erstes wissen wollen.

Ist Vryne digital souverän?

Ja, Vryne ist digital souverän. Betreiber ist ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland; es gilt deutsches Recht und deutscher Gerichtsstand. Anwendung, Datenbank, Vektorindex, Dokumentenablage, Backups, Protokolle und die Sprachmodelle laufen ausschließlich in Rechenzentren in Deutschland. Ein Transfer eurer Dokumente in ein Drittland findet nicht statt, und mit euren Inhalten wird kein Modell trainiert. Eingesetzt werden ausschließlich Modelle mit offenen Gewichten, betrieben auf deutschen Servern — keine geschlossenen Modelle US-amerikanischer Anbieter.

Welche KI-Modelle nutzt Vryne — laufen sie bei OpenAI, Anthropic oder Google?

Weder noch. Vryne ruft keine API von OpenAI, Anthropic, Google Gemini, Microsoft Azure OpenAI oder AWS Bedrock auf — auch nicht über einen europäischen Wiederverkäufer. Sämtliche Modellaufrufe laufen über Melious, ein europäisches Inferenz-Gateway, das für Vryne auf Rechenzentren in Deutschland beschränkt ist. Verwendet werden ausschließlich Modelle mit offenen Gewichten aus Familien wie Mistral, Llama (Meta), Qwen und Apertus (Swiss AI Initiative). Hersteller und Betreiber sind dabei zweierlei: Wer die Gewichte trainiert und veröffentlicht hat, ist nicht, wer rechnet — ein Modell von Meta läuft bei Vryne auf einem deutschen Server, ohne dass Meta an der Frage beteiligt ist.

Werden unsere Dokumente zum Training von KI-Modellen verwendet?

Nein. Weder Vryne noch der Betreiber der Modelle trainiert mit euren Dokumenten, Fragen oder Antworten. Das steht so im Auftragsverarbeitungsvertrag; technisch bekommt die Modellschicht ohnehin nur die Textabschnitte, die eine einzelne Frage gerade braucht — nie die vollständige Wissensbasis.

Liegen die Daten bei einem US-Cloud-Anbieter wie AWS, Azure oder Google Cloud?

Nein. Es kommt kein US-Hyperscaler zum Einsatz, auch nicht mit einer Region in Frankfurt. Gehostet wird bei Sliplane in Falkenstein, Deutschland; Anwendung, Datenbank, Dokumentenablage und Backups liegen dort. Damit stellt sich die Frage, ob der US CLOUD Act auf eure Inhalte durchgreift, für Vryne nicht.

Findet ein Transfer in ein Drittland statt?

Für eure Dokumente, Textabschnitte, Fragen und Antworten nicht — die Verarbeitung endet in Deutschland. Der einzige Baustein außerhalb der EU ist übergangsweise der Mailversand über Resend in den USA; er transportiert Anmeldelinks, Einladungen und Kaufbestätigungen, nie Inhalte aus eurer Wissensbasis. Für euer Verarbeitungsverzeichnis heißt das: Standardvertragsklauseln allenfalls für den Mailversand, nicht für die KI-Verarbeitung.

Braucht es für echte Souveränität nicht Self-Hosting, etwa mit AnythingLLM oder PrivateGPT?

Nein. Self-Hosting ist eine Frage der Betriebsform, nicht der Souveränität — es verlagert nur die Verantwortung für Server, Updates, Modellbetrieb und Sicherung zu euch. Ein selbst gehostetes Werkzeug, das anschließend die API von OpenAI anspricht, ist weniger souverän als Vryne. Entscheidend ist, welches Recht gilt und wo gerechnet wird: deutsche Betreibergesellschaft, deutsche Rechenzentren, offene Modelle in Deutschland. Die Originaldateien bleiben dabei eure — sie sind jederzeit abrufbar.

Sehen andere Organisationen unsere Dokumente?

Nein. Dokumente, Textabschnitte, Chats und Nachrichten hängen an eurer Organisation, und jede Suche filtert darauf. Die Trennung läuft über die Organisation, nicht über eine Regel, die man in der Anwendung vergessen könnte.

Was genau bekommt der Modellanbieter zu sehen?

Die Frage und die Textabschnitte, die dafür aus euren Dokumenten geholt wurden — nicht die vollständigen Dateien und nicht eure übrige Wissensbasis. Was mitgeschickt wurde, steht als Quellenangabe an der Antwort.

Können wir festlegen, welche Modelle genutzt werden dürfen?

Ja. Administratorinnen und Administratoren geben in der Verwaltung frei, welche Modelle in eurer Organisation zur Auswahl stehen. Was nicht freigegeben ist, taucht in der Anwendung gar nicht erst auf.

Was passiert, wenn wir ein Dokument löschen?

Es verschwindet mitsamt seiner Textabschnitte und der daraus berechneten Vektoren. Antworten stützen sich danach nicht mehr darauf — es bleibt kein Index zurück, der den Inhalt weiter kennt.

Setzt Vryne Tracking-Cookies?

Nein. Gesetzt wird nur, was die Anmeldung und eure Datenschutz-Auswahl brauchen. Es gibt keine Werbe- oder Profiling-Cookies. Wir zählen Seitenaufrufe mit Fathom Analytics — ohne Cookie, ohne Kennung, über einen EU-Endpunkt — und widersprechen könnt ihr dem jederzeit über die Datenschutz-Einstellungen im Fußbereich.

Und die Websuche — bleibt die auch in Deutschland?

Nein, und das sagen wir offen. Die Suche selbst läuft auf einer Instanz, die wir betreiben, aber sie ist eine Metasuchmaschine und reicht die Suchbegriffe an öffentliche Suchmaschinen weiter; ruft ein Modell danach eine Seite auf, sieht deren Betreiber den Zugriff. Übermittelt wird nur die Suchanfrage, nie ein Dokument aus eurer Wissensbasis — und ohne eingerichtete Suche wird das Werkzeug einem Modell gar nicht erst angeboten.

Kann man mit einem US-Unternehmen wie AWS digitale Souveränität erreichen?

Es kommt darauf an, was man unter Souveränität versteht. Juristische — die völlige Freiheit von US-Gesetzen — gibt es bei einem US-Anbieter nicht, auch nicht in einem Rechenzentrum in Frankfurt. Technologisch und operativ lässt sich dagegen einiges erreichen: Wer konsequent verschlüsselt und die Schlüssel außerhalb der Cloud verwaltet, kann erzwingen, dass AWS am Ende nur Speicherplatz und Rechenleistung liefert und die Inhalte selbst nicht lesen kann. Das ist ein legitimer Weg — aber ein aufwendiger, der dauerhaft Architektur und Prüfung verlangt, und am anwendbaren Recht ändert er nichts. Wir haben den Weg gewählt, der die Frage gar nicht erst aufwirft: deutsche Betreibergesellschaft, deutsche Rechenzentren, deutsches Recht.

Wer ist außer euch beteiligt?

Der Hosting-Betreiber, das Modell-Gateway, der Zahlungsdienstleister CopeCart in Berlin, die cookielose Reichweitenmessung von Fathom und — übergangsweise — Resend für den Mailversand. Die Suchinstanz für die Websuche betreiben wir selbst auf derselben Infrastruktur. Alle Dienstleister stehen mit Sitz, Zweck und Verarbeitungsort bei den Unterauftragsverarbeitern, nachlesbar und nicht nur im Vertragsanhang.

Was das für eure Dokumentation bedeutet

Ein Transfer in ein Drittland findet nicht statt. Damit entfällt die Prüfung, ob Standardvertragsklauseln und ergänzende Maßnahmen im Einzelfall tragen — eine Frage, die seit dem Wegfall des Privacy Shield viele Datenschutzbeauftragte beschäftigt. Für euer Verarbeitungsverzeichnis reicht der Verweis auf Deutschland — für Anwendung, Datenhaltung und Modelle gleichermaßen.

Wer außer uns beteiligt ist, steht bei den Unterauftragsverarbeitern. Zurück zum Datenschutzcenter.

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